Description
Ausgangspunkt des Buches ist das Verhältnis von Freiheit und Gerechtigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft. Führt eine freie Marktwirtschaft tendenziell zu Ungerechtigkeit? Vergrößert sie die Schere zwischen arm und reich? Kann und soll man überhaupt etwas dagegen tun? Und umgekehrt: Führt der Kampf für Gerechtigkeit zu schweren Einschränkungen der Freiheit? Was ist von Neuauflagen sozialistischer Gedanken zu halten?Auf diese Fragen schlägt das Buch Antworten vor. Es wird ein neuartiger Ansatz vorgestellt. Der neue Ansatz besteht darin, dass eine neue mathematische Grösse definiert wird, welche die Wirtschaftsleistung und die Verteilungsgerechtigkeit in einer einfachen Formel zusammenführt: die neue Größe „Fairness“.Im Buch wird aufgezeigt, dass die Optimierung dieses neuen Begriffs der „Fairness“ anstelle der Optimierung des traditionellen Bruttoinlandprodukts weitreichende Vorteile bietet. Der wichtigste ist der, dass Freiheit und Gerechtigkeit nicht mehr kontrovers zu betrachten sind, sondern gemeinsam - nicht getrennt - optimiert werden können.Weitere wichtige Folgen bestehen zunächst generell in einer Erweiterung und Relativierung verschiedener Begriffe und Thesen der Wirtschaftswissenschaften. Konkret werden Auswirkungen untersucht auf den Gebieten der Steuerpolitik, des Außenhandels, der Investitionen, Kredite und der Verschuldungsproblematik. Dabei ergeben sich auch praktische Vorschläge, beispielsweise für optimale, „faire“ Steuermodelle. Um den neuen Ansatz und dessen Auswirkungen im Kontext zu sehen, wird ein kurzer Überblick über die wichtigsten Denkmodelle der politischen Philosophie und der politischen Ökonomie vorangestellt. Die Thesen der wichtigsten Philosophen sowie der bedeutendsten Ökonomen werden kurz erläutert, beides fokussiert auf die Themen Gerechtigkeit und Freiheit.