Description
Infolge des rasanten Fortschritts auf dem Gebiete der Fi nanzierungstheorie blieb die 1981 erschienene Fassung bald hoffnungslos hinter dem Forschungsstand zuruck. Dennoch ging ich mit groBem Widerstand an die Neuauf lage. Einerseits deshalb, weil das Tempo des Fortschritts weiter anhalt und viele Problemkreise im FluB sind. Wie viel geistiges Potential sich mit Finanzierungstheorie be schaftigt, zeigt die Liste der Nobelpreistrager der letzten Jahre. Und andererseits, weil sowohl im anglo-amerikani schen als auch im deutschen Sprachraum eine Reihe aus gezeichneter Finanzierungstheorien gerade auch in den letzten Jahren entstanden sind. Die Arbeit an der Neuauf lage hat aber dann dennoch SpaB gemacht. Es zeigte sich namlich, daB das Buch hinsichtlich wichtiger Fragenkrei se durchaus eine Funktion erftillen konnte. Diese Pro blemkreise, auf denen der Schwerpunkt des Buches liegt, sind: der EinfluB der Besteuerung auf Finanzierungsopti rna und vor aHem die bei Informationsasymmetrie auftre tenden Wirkungen von Agency-Problemen auf die Kapi talstruktur und auf einzelne Eigen-und Fremdfinanzie rungsinstrumente. Dabei erwies es sich als zweckmaBig, die bei oder im Vorfeld von Insolvenzen auftretenden Agency-Probleme einem eigenen Kapitel (Abschnitt 5. 2) zuzuweisen und die Agency-Probleme bei "aufrechter" Unternehmung vorweg zu behandeln (Abschnitt 5. 1). Auch erschien es klarend, vor Einftihrung der Agency Problematik zu erkunden, welche Finanzierungsoptima bei Unsicherheit, aber homogener Information abgeleitet werden k6nnen (Abschnitt 4). Moge das Buch dem Leser etwas von der Faszination tibermitteln, die der Autor bei der Bearbeitung zuneh mend empfunden hat.