Description
Zusammenfassung der vorrangig gesellschaftswissenschaftlichen Erkenntnisse (weniger der medizinischen) zur psychogenen Magersucht: ihre geschichtlichen Wurzeln; das Krankheitsbild; die Erklärungsansätze; Interventionsmöglichkeiten und deren Erfolgsaussichten. Die Autorinnen gehen von einem dezidiert feministischen Ansatz aus, nach dem die Anorexia nervosa eine Ausformung der systemischen Krankheit ist, welche sich in unserer patriarchal-strukturierten Kultur entwickeln konnte. - Ergänzend zu den historischen Arbeiten von J. J. Brumberg ("Todeshunger": ID 34/94) und W. Vandereycken ("Hungerkünstler ...": ID 28/91) einerseits und den medizinisch-therapeutisch akzentuierten Monographien von M. Gerlinghoff (BA 6/89; 1/97), A. Franke (BA 5/94) oder Chr. Wolfrum (BA 2/94) andererseits. (3) (LK/HB: Obsen)