Description
Im Ubergang vom 20. zum 21. Jahrhundert hat sich Osterreich politisch von einer "Insel der Seligen" zu einer turbulenten, konflikthaften Gesellschaft gewandelt. Dieses Buch zeigt, dass hinter diesem Wandel tiefgehende Umwalzungen der Sozialstruktur und der Wertorientierungen standen. Hierzu gehoren die steigende Bildung der Bevolkerung, Wandlungen im Heirats- und generativen Verhalten, zunehmende Erwerbstatigkeit von Frauen. Trotz einer Verbesserung der Lebensqualitat fur die Mehrheit der Bevolkerung und einer Ausbreitung kritischerer Haltungen zu Institutionen ist es nicht zur Ausbreitung einer mittelschichtorientierten "Lebensstilgesellschaft" gekommen. Zu alten Ungleichheiten sind neue Formen sozialer Benachteiligung und Ausgrenzung getreten. Die Studie basiert auf dem dritten "Sozialen Survey," einer sozialwissenschaftlichen Reprasentativerhebung, und vergleicht Daten uber einen Zeitraum von zwei Jahrzehnten (1986, 1993, 2003); sie entwirft ein umfassendes Bild des neueren sozialen Wandels der osterreichischen Gesellschaft.