Description
Globalisierung und Europäisierung haben die politischen und wirtschaft lichen Rahmenbedingungen so tiefgreifend verändert, dass kein gesellschaft licher Sektor mehr unberührt bleibt. Diese Entwicklungen haben auch Kon sequenzen für den Hochschulsektor. Sowohl die Hochschulpolitik als auch die Hochschulen selbst sind gezwungen, auf den Wandel der Rahmen bedingungen zu reagieren. In diesem globalen Prozesskontext kommt dem Akteur ,Hochschule' ei ne doppelte Rolle zu: Zum einen ist die Hochschule als wissensgenerierende Organisation handelndes Subjekt und Mitgestalterin der Transformation zur st,genannten , Wissensgesellschaft', zum anderen ist sie insofern Objekt des Wandels, als hieraus besondere gesellschaftliche Anforderungen in Wis senschaft Bildung und Ausbildung an sie erwachsen. Obwohl eine nationale Ressource, ist die Produktion von Wissen und die Vermittlung von Bildung heutzutage mehr und mehr mit dem internationalen Umfeld verbunden. Hochschule und Hochschulbildung sind folglich zuneh mend im internationalen Kontext zu begreifen. Im ,Zeitalter der Superkom 1 plexität · , das von einer Multiplikation der Referenzrahmen geprägt ist, kommt den Hochschulen eine zentrale Aufgabe zu. Dieser Aufgabe scheint sie durch Internationalisierungsstrategien wirkungsvoll begegnen zu können. Für ein an natürlichen Rohstoffen armes, wissenschaftsbasiertes Land wie die Bundesrepublik Deutschland ist die Ressource , Wissen und Bildung' als Produktions- und Wirtschaftsfaktor von ganz besonderer Bedeutung. Die Bundesregierung hat daher eine ,Zukunftsinitiative Hochschule' eingeleitet, in der sie die zentralen Herausforderungen der Hochschulpolitik aufgreift. Die Initiative steht unter anderem unter dem Motto , Brain Gain' statt , Brain Drain'. Mit dieser Initiative wird die Politik zur Stärkung des Wissenschafts und Hochschulstandorts Deutschland im internationalen Wettbewerb fort gesetzt.