Description
Die Beeinflussung fremder Öffentlichkeiten, um eigene Interessen bei einer fremden Regierung durchzusetzen, geben die Herausgeber als Ziel von Public Diplomacy an. Dem gegenüber steht die interne politische Kommunikation, die sich an die eigene Bevölkerung richtet. Das Wechselspiel zwischen beiden lässt sich am Beispiel des Irakkriegs verdeutlichen. Die Aufsatzsammlung untersucht die Voraussetzungen und Bedingungen zur Steuerung der öffentlichen Meinung und die unterschiedlichen Strategien der amerikanischen und deutschen Public Diplomacy dabei. Die Beiträge zeigen, dass die amerikanische Public Diplomacy deshalb erfolglos blieb, weil es ihr an Dialogbereitschaft, einer einheitlichen Botschaft und an Glaubwürdigkeit mangelte. Zudem waren ihre Strukturen und Institutionen unterfinanziert und nicht effizient. Der deutschen Public Diplomacy ihrerseits gelang es nicht, ihre Argumente für die Ablehnung des Irakkriegs in der amerikanischen Öffentlichkeit zu vermitteln, wenn auch die Botschaften in London und Washington die amerikanischen Medien und Multiplikatoren durchaus erreichen konnten. Wie die Imagearbeit des Auswärtigen Amts die Vermittlung eines moderneren und vielseitigeren Deutschlandbilds anstrebt, zeigt ein weiterer Beitrag des vorliegenden Bandes. (ifa)