Description
O. VORWORT Das von österreichischen und deutschen börsennotierten Unternehmen verfolgte Ziel des Listings in den USA und/oder das Ziel, den Investorenkreis (weiter) zu internationalisieren, hat für diese Un ternehmen eine Reihe von neuen Fragen aufgeworfen: Welche Rechnungslegungsstandards werden von den internationalen Kapitalmärkten für Börsennotierungen akzeptiert? Welche Rechnungslegungsstandards stehen österreichischen und deutschen Unternehmen offen, den Inforrnationsanforderungen bzw.-gewohnheiten internationaler Investoren zu ent sprechen? Inwieweit ist es österreichischen und deutschen Unternehmen möglich, auf Basis der gesetz lich geforderten Rechnungslegungsstandards den veränderten Anforderungen an die externe Rechnungslegung i. S. der Börsennotierungen und/oder der Internationalisierung des Investo renkreises zu entsprechen? Wenn nein, welche Bereiche der Rechnungslegung sind als kri tisch in der Erstellung dualer Abschlüsse anzusehen und wie könnten mögliche Anpas sungsstrategien aussehen? Verstärkt wurden die aus obigen Zielen resultierenden Bemühungen hinsichtlich der Entwicklung eines international akzeptierten Rechnungslegungsstandards durch den Umstand, daß die derzeit bestehenden internationalen Unterschiede in der Rechnungslegung für börsennotierte Unternehmen i. d. R. die Erstellung eines zweiten Abschlusses bedeuten und damit sowohl zu hohen internen Ko sten, als auch zu hohen Kommunikationskosten führen, da die Unterschiede in den Ergebnissen des nationalen Abschlusses und des Abschlusses auf Basis des Referenzstandards auf dem Kapital markt zu interpretieren sind. Vernachlässigt wurde in der bisherigen Harmonisierungsdiskussion die Frage, welcher Stellenwert internationalen Rechnungslegungsunterschieden aus der Sicht jener Adressatengruppe zukommen kann, die im Mittelpunkt der internationalen Harmonisierungsdiskussion stehen und die als deren wesentliche Antriebskraft genannt werden - die Aktionäre.