Description
Auch fast zehn Jahre nach der Erstauflage des Buches hat die fundierte Auseinandersetzung mit der jeweiligen Immobiliengattung im Rahmen der Bewertung nicht an Bedeutung verloren. Die seit der Krise in den Jahren 2008/09 kontinuierlich steigenden Transaktionsvolumina, der nach wie vor hohen Nachfrage nach Immobilien in Deutschland und der rückläufigen Renditen für hochwertige Objekte rücken auch wieder verstärkt risikoreichere Immobiliengattungen in den Fokus der Investoren. So hat bspw. nach einer Veröffentlichung von CBRE das Transaktionsvolumen von Einzelhandelsimmobilien im ersten Quartal 2014 um rund ein Drittel auf 2,5 Mrd € zugelegt. Hierbei entfiel der mit Abstand größte Teil auf Shoppingcenter, Fachmärkte und Fachmarktzentren. Auch im Bereich der Logistikimmobilien hat gerade der sich immer noch stark ausbreitende Internethandel in den letzten Jahren für zahlreiche Neuerungen und Veränderungen gesorgt. So hat sich beispielsweise gerade die supply chain betreffend die Dominanz vom Hersteller auf den Verbraucher verlagert. Gerade im ersten Quartal 2014 ist der Anteil von Logistik-/Industrieimmobilien am gesamten Transaktionsvolumen von Gewerbeimmobilien in Deutschland von 7 Prozent im Jahr 2013 auf 13 Prozent gestiegen. Nicht zuletzt sind es auch die neuesten Anpassungen der International Valuation Standards (IVS 2013) wert, sich hiermit ergänzend zu beschäftigen. Hierzu zählt bspw. die Modifizierung des IFRS 13 der die Inkonsistenzen im IAS 40 weitestgehend eliminiert. Die Vorgaben zu „Highest & Best Use“ sowie die Qualität der bewertungsrelevanten Inputfaktoren stehen hierbei im Mittelpunkt. Nach wie vor mangelt es in Deutschland an einem geeigneten Fachbuch, das einen ganzheitlichen und umfassenden Blick auf das Spektrum der Bewertung von Spezialimmobilien und ihrer Besonderheiten wirft. Einzig die Schriftenreihe der HypZert GmbH gibt dem fachlich Interessierten punktuell Hilfestellung im Umgang mit dieser besonderen Materie. Im Vergleich zur 1. Auflage werden die Inhalte von ihrer Bedeutung her neu priorisiert. Orientiert an der Relevanz für das Fachpublikum wurde auf die Aktualisierung von untergeordneten oder schlicht „zu“ speziellen Beiträgen verzichtet. Stärker in den Fokus dagegen rückten die Entwicklungen seit der Immobilienkrise.