Description
Zehn Jahre sind seit dem Erscheinen der letzten Auflage dieses Buches zum Assess ment-Center vergangen. Was hat sich seitdem getan? In einer Welle von fiinf Jahren wird das AC immer wieder einmal totgeredet. Die Umfragen in Deutschland haben gezeigt, dass sich die reale Verbreitung in den deutschsprachigen Ländern seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts kontinuierlich gesteigert hat. In der (Wirtschafts- ) Öf fentlichkeit hat das Thema eine breite Aufmerksamkeit: Im Internet werden Anfang 2002 insgesamt 37 Bücher zum Thema angeboten, meist mit guten Tipps fiir Bewerber. An einzelnen Volkshochschulen werden rur 150 € Vorbereitungskurse angeboten. Das Bildungszentrum des Hessischen Handels bietet 4-wöchige AC-Trainings rur Hoch schulabsolventen an. Gibt es in den zehn Jahren wirkliche Innovationen zum Thema? Im Kern bleibt es bei den gleichen Qualitätsanforderungen wie der Übungsqualität und dem Prinzip der An forderungsanalyse. Diese Qualitätsanforderungen zu betonen, bleibt von Aktualität, da sich im AC immer mehr eine Eigendynamik entwickelt, statt der Beachtung von Quali tätsanforderungen bestimmte Rituale zu festigen: Hierzu gehören AC' s ohne Bezug zu Anforderungsanalysen, sondern aus Übungen, die man eben in gewohnter Weise (über- ) nimmt - Gruppenübungen und Präsentationsübungen. Hierzu gehört das Ritual stunden langer Beobachterkonferenzen, verdeckt im Begriff der "klinischen Urteilsbildung", ohne vorab festgelegte Regeln der Urteilsbildung. Hierzu gehören "impressionistische Urteilsbildungen" auf Globaldimensionen. Hierzu gehört die zum Glaubenssatz erhobe ne Forderung nach Trennung von Beobachtung und Beurteilung, die wenig über die reale Qualität des Verfahrens aussagt.