Description
Gerade heute, im Zeichen des verschärften Wettbewerbs der Energieträger unter einander, muß ein jeder der Beteiligten darauf bedacht sein, seine Energieform optimal einzusetzen. Zweckmäßige Verwendung von Brenngasen setzt aber eine gleichmäßige Einhaltung bestimmter Eigenschaften voraus. Allgemein werden Heizwert, Dichte und Zündgeschwindigkeit als deren wichtigste angesehen. Alle drei Größen lassen sich mit technisch genügender Genauigkeit in geeigneten Apparaturen messen. Zur kontinuierlichen Heizwert- und Dichtebestimmung sind bereits vielfach schreibende Meßgeräte im Gebrauch. Um der etwas zeit raubenden Erfassung der Zündgeschwindigkeit aus dem Wege zu gehen, findet man auch häufig die indirekte Festlegung dieser Gaseigenschaft durch Angabe des Wasserstoff- [1], gelegentlich auch des Inertengehalts [2]. Obwohl die Messung obiger drei Grundgrößen mit den heutigen modernen Geräten recht einfach ist, sieht es der Betriebsmann nach wie vor lieber, wenn er die Gasqualität mit einer einzigen Ablesung erfassen kann. Außerdem umgeht er damit die Schwierigkeit, bei Änderung von Heizwert, Dichte oder Zünd geschwindigkeit auf das geänderte Brennverhalten des Gases rückschließen zu müssen. Nur so kann man sich die Vielzahl der auf dem Markt befindlichen Prüfbrenner erklären. Die drei bekanntesten Testbrenner sind: der Gasprüfer nach OrT, der Prüf brenner nach CZAKO-SCHAACK und der Aeration-Test-Burner, der vornehmlich in den angelsächsischen Ländern im Gebrauch ist. Neuerdings findet auch der Delbourg-Prüfbrenner der Gaz de France im Gasfach starke Beachtung. Nähere Angaben über Anzahl und Bauart von Prüfbrennern sind einer Mitteilung des GWI [3] zu entnehmen. Eine andere Entwicklungsrichtung geht dahin, die Brenngaseigenschaften in rechnerisch aus der Gaszusammensetzung abgeleiteten Kennzahlen zu erfassen.