Description
Unter Karburierung von Brenngasen im allgemeinen wird das Hinzufügen von gasförmigen Kohlenwasserstoffen verstanden. Diesen Vorgang wendet man nur . bei Gasen an, die selbst keine oder wenig Bestandteile von Kohlen wasserstoffcharakter enthalten, also bei Generatorgasen, Wassergasen so wie Stadt- und Ferngasen. Während man Wassergase zu dem Zweck karburiert, um sie auf Stadtgasqualität zu bringen und als Ersatz für übliche Stadt gase anwenden zu können, hat die Karburierung von Generatorgasen sowie Stadt- und Ferngasen vor allem den Zweck, die Wärmeübertragung bei ver schiedenen, insbesondere manchen industriellen Anwendungsprozessen zu verbessern. Diese Verbesserung ist auf zwei Wegen möglich: Entweder durch Steigerung der Verbrennungstemperatur oder durch Erhöhung der Wärmestrah lung. Bei der Wärmestrahlung von Gasflammen müssen wir die Flammenstrah lung von der Gasstrahlung unterscheiden. Die Flammenstrahlung wird durch glühende feste (Ruß- ) Teilchen hervorgerufen und zeigt sich schon äußer lich daran, daß die Flamme eine mehr oder weniger hohe Eigenleuchtkraft besitzt. Die Gasstrahlung stammt vom Gehalt der Verbrennungsgase an Kohlendioxyd und Wasserdampf, zwei gasförmigen Bestandteilen, die auch in unsichtbaren Flammen (entleuchteten Flammen) enthalten sind. Die Karburierung ist auf zwei verschiedenen Wegen möglich. Man kann gas förmige Kohlenwasserstoffe, wie Erdgas oder Flüssiggase unter normalem Druck, physikalisch den Brenngasen in der Kälte beimischen. Zu dieser Verfahrens gruppe gehört auch die Verdampfung flüssiger Kohlenwasserstoffe bei normaler oder wenig erhöhter Temperatur. Der zweite Weg arbeitet mit chemischer Umwandlung der Karburiermittel (Öle, Teere) in gasförmige 0 Kohlenwasserstoffe, wozu hohe Temperaturen von etwa 100 C aufwärts ge braucht werden.